Künstliche Befruchtung 

Was sind Infertilität und künstliche Befruchtung?

 2018-06-28

Bei einer Frau, die einen regelmässigen Menstruationszyklus hat, wandern in der Mitte des Zyklus bei dem Eisprung 1 bis 2 Eizellen in die Eileiter. Die Eizelle(n) wandert im Eileiter Richtung Gebärmutter. Die Eizelle im Eileiter trifft dort auf die Samenzellen und wird im Eileiter befruchtet. Die befruchtete Eizelle wandert noch etwa 4-5 Tage im Eileiter weiter, bis sie am 5. oder 6. Tag die Gebärmutter erreicht und sich dort einnistet. Somit beginnt die Schwangerschaft. Ein oder mehrere Gründe, die diesen Ablauf beeinflussen, können zu Infertilität führen.

Wir reden von Infertilität, wenn ein Paar 1 Jahr lang ohne Verhütung regelmässigen Geschlechtsverkehr hat und keine Schwangerschaft entsteht. Etwa 15 % (jedes sechste Paar) aller Paare erleben solch eine Phase während Ihrer Fortpflanzungsphase. Die Gründe für die Infertilität liegen meist sowohl bei der Frau (40 %) als auch bei dem Mann (40 %). Bei etwa 10-15 % der Paare kann kein nennenswerter Grund (idiopathisch - Erforschung der Ursache der Infertilität ist ohne Erfolg) bestimmen werden. Wie bei allen Erkrankungen, ist es auch bei der Infertilität wichtig die Ursachen festzustellen. Aus diesem Grund müssen sowohl bei der Frau, als auch bei dem Mann einige Test durchgeführt werden.

Diese Tests sind;

  • Bluttests (Hormonanalysen; serologische Tests u.Ä.)
  • Gynäkologische Untersuchungen und Ultraschalluntersuchungen während der Menstruation
  • Röntgendarstellung der Gebärmutter (HSG = Hysterosalpingographie)
  • Spermienanalyse (Spermiogramm) (Auswertung gewaschen oder nicht gewaschen, Spermien-Morphologie = Beurteilung anhand der Gestalt der Spermien)
  • Falls nötig Laparoskopie / Hysteroskopie

Anhand dieser Untersuchungen, unter Beachtung der individuellen Situationen der Patientin und Ihrem Partner, wird entschieden welche Behandlung durchgeführt wird und ob unterstützende Fortpflanzungstechniken angewandt werden.

Bei einer künstlichen Befruchtung (IN-VITRO-FERTILISATION) werden der Frau die Eizellen und dem Mann die Spermien entfernt und im Labor in einem Gefäss, für die Befruchtung, zusammengeführt. Bei der KONVENTIONELLEN METHODE der künstlichen Befruchtung wurden zu der Eizelle mehrere Spermien hinzugefügt und darauf gewartet, des die Eizelle befruchtet wird. Wobei bei der MIKROINJEKTION ein einziges Spermium unter einem Mikroskop in das Innere einer reifen Eizelle eingeführt wird umso deren Befruchtung zu erzielen.

Mehrere Gründe die das natürliche Zusammentreffen des Spermium und der Eizelle beeinträchtigen machen eine künstliche Befruchtung unumgänglich.